ALLES KLAR? ODER DIE  unterschwellige SEHNSUCHT NACH DER URSUPPE

So wie wir als Träumende unangenehme Tagesreste zu Geschichten verweben, um von ihnen nicht aufgeweckt zu werden und weiterschlafen zu können, so verarbeite ich Gefühle, die mich tagsüber überkommen, um von ihnen in meinen Tagesgeschäften nicht gestört zu werden: ich deponiere sie in Bildern, um mich von ihnen zu befreien. Während ich das tue und immer mit einer Figur mit kurzen braunen Haaren beginne, die mich repräsentiert, denke ich an die unsicheren Räume auf den Gemälden der italienischen Frührenaissance, ich denke an Max Ernsts Collagentechnik, an Neo Rauchs traumartige Räume, Kokoschkas expressionistischen Farbauftrag, ich denke an deutsche Hausmärchen, an David Lynch und an die vergilbten Photos meiner Kindheit.